FAHRRAD ERLEBNISBERICHT

2009 - Mit dem Rad von der Schweiz nach Ägypten.

2010 - Von Patagonien der Andenkette entlang nach Mexiko.

2011 - Von Alaska über den " Great Divide" nach Mexiko.

2012 - Mexico, Cuba. Von Spanien nach Portugal in die CH

Montag, 10. Oktober 2011

Abiquiu bis Grants

03.-09.10.2011           25234km 

Verabschieden uns von Susie und Gary. Es war super bei Ihnen. Unsere Piste geht gleich nach dem Dorf an einem Canyon rauf auf ein Hochplatau. Wir stossen wieder in die Tannenwaldregion hoch. Die Pisten werden immer schlechter. Entweder Sand oder holprige Steinplatten. Gute 50km gehts rauf und es ist Nachmittag um 3 Uhr, als wir den höchsten Punkt erreichen. Weiterhin rauf und runter erreichen wir langsam unser Ziel. Ein “Cattle tank” (Vieh-Wasserloch). Ein offenes Fass das in der Erde steckt. Wasser drückt von unten durch. Ein paar Tropfen in der Minute. Wir suchen ein weile, da die km Angaben mit unseren km nicht übereinstimmen. Endlich gefunden füllen wir unsere Wasserflaschen. Ein bisschen weiter soll es nochmals einen “Cattle tank” haben. Wir suchen auch diesen auf, finden aber nur ein ausgetrocknetes Fass, dafür einen schönen Fleck zum Zelten.
Am Morgen dick bewölkt fängt es auch kurz nach unserer Abfahrt an zu regenen. Bis am Mittag geht es rauf und runter mit gelegentlichen Aufhellungen. Vor “Cuba” geht es nochmals richtig runter und als wir ankommen hat uns der regen wieder! Flüchten ins McDonald und trinken heisse Chokolade. Nach 3 std. Lässt es nach, wir gehen Einkaufen und suchen den nahen RV Park auf. Wir haben unsere Zelter aufgestellt, fängt der regen wieder an... Gleich neben uns steht ein riesiger Wohnmobilbus und wir werden zum Tee eingeladen. Gerne nehmen wir an. Bill Häni und seine Frau sind wunderbare Gastgeber und wir verbringen den ganzen Abend bei ihnen. Tee mit Crackers und Käse danach Suppe und zum Abschluss Keckse. Dazwischen wird noch eine Flasche Wein aufgemacht. Ah... der Regen ist schon fast vergessen.
Am Morgen können wir im trocknen zusammenpacken aber es bleibt bewölkt und kalt. Am frühen Nachmittag erreichen wir “Pueblo Pintado”. Von hier aus geht es auf Pisten in den “Chaco Culture National Park”. Der ganze Regen der letzten Tage hat die Pisten teilweisse schlammig gemacht. Wir nehmen die gut 60km bis zum Park trotzdem in Angriff. Nach 20km zelten wir auf einer Anhöhe zwischen flachen Steinplatten.
Am Morgen dick bewölkt, radeln wir los. Wind kommt auf und erschwert uns massiv, dass vorankommen. Regen setzt ein und wir rollen nass im Visitorcenter ein. Im geheitztem Raum ist es ganz erträglich und wir schauen einen DVD über “Chaco”, bis endlich der Regen nachlässt und wir unser Lager auf dem Camping aufstellen können. Feucht und kalt bleibt es und wir hoffen auf besseres Wetter.
Der nächste Tag ist dann auch besser. Nicht „Grand Bleu“ aber ganz anständig. Nach dem Frühstück machen wir uns auf und besuchen die verschiedenen Pueblos Ruinen und machen einen Rundgang auf den Canyonfelsen mit Blick auf die Ruinen. Den restlichen Tag verbringen wir mehr oder weniger im Zelt, da es einfach zu kalt ist.
Als wir „Chaco“ verlassen ist es dann schön! Aber bitter kalt! Zurüch nach „Pueblo Pintado“, wo wir einkaufen und ab nach Richtung „Grants“ wo wir am nächsten Nachmittag ankommen. „Grants “ nichts besonderes, gehen wir auf den KAO Camping. Eigentlich wollten wir einen Tag bleiben, aber das Nest gibt nicht viel her. So entscheiden wir uns gleich weiterzufahren am nächsten Tag.

Abschied von Susie.

Great Divide Karet NR. 5




Entweder Sand oder holprige Steinplatten.



 Finden nur ein ausgetrocknetes Fass, dafür einen schönen Fleck zum Zelten.



Gleich neben uns steht ein riesiger Wohnmobilbus und wir werden zum Tee eingeladen.
 Bill Häni und seine Frau sind wunderbare Gastgeber.



Bei "Pueblo Pintado" geht es auf nassen Pisten Richtung "Chaco".

10¨ Minuten Sonne beim Nachtessen :-)

Wüstenbewohner.


Eingang am Tag unserer Abfahrt mit "Grand Bleu" grrr....
Auf diesem Monlith ist ein Uralter Lichtkalender der Anasazi Kultur.

Ruinen im Canyon.








Baukunst

Die Pueblos wurden nach Sonnen und Mondkalender erbaut.
Mauern weisen in all vier Himmelsrichtungen.



Schwalbennester.

Schleichweg durch einen Spalt auf den Canyonrand.

Blick von oben.

"Pueblo Bonito"
http://de.wikipedia.org/wiki/Chaco-Canyon-Kultur#Pueblo_Bonito


Steinformationen.



Beim verlassen von "Chaco" sehen wir Hirsche.


Stolzes Tier!

Richtung "Pueblo Pintado".

Windig und kalt..... brrrr....

Bahn bei "Grants"

Ein paar Milen auf der Route 66! Bei "Grants".
Sicherlich nicht die schönsten aber immerhin!


03.10.2011 / Abiquiu – FR144 C.T. / 68km / 06:50 / 10.0 / Zelten
04.10.2011 / FR144 C.T. – Cuba / 65km / 04:10 / 15.6 / Zelten
05.10.2011 / Cuba – Pueblo Pintado / 108km / 06:16 / 16.9 / Zelten
06.10.2011 / P. Pintado – Chaco NP / 44km / 03:03 / 14.5 / Zelten
07.10.2011 / Chaco Cultural National Park / Camping / Zelten
08.10.2011 / Chaco NP – Borrego+ / 107km / 06:18 / 16.9 / Zelten
09.10.2011 / Borrego+ – Grants / 75km / 04:00 / 18.8 / Zelten

Montag, 3. Oktober 2011

Salida bis Abiquiu

24.-02.10.2011           247676km 

Verlassen “Salida” bei schönstem Wetter. Bei “Mears Junction” geht es wieder auf Schotterpisten weiter, Richtung “Marshall Pass”. Es ist Herbst die Birken zeigen sich in den schönsten Farbtönen. Die Wälder sind wie aus dem Biderbuch. Als hätte jemand mit dem Farbkasten hantiert. Es ist wieder wärmer und wir können es richtig geniessen. Nach einer langen Abfahrt kommen wir bei “Sargents” wieder auf die Hauptstrasse HW50. Bei “Doyleville” verlassen wir wieder den Asphalt und zelten ein paar Km weiter in der Prärie.
Durch Prärie und vereinzelt Wald geht es weiter Richtung “Cochetopa Pass”, weiterhin bei schönstem Wetter. Wir zelten am Abend, beim Eingang zum “Rio Grande NF”. Ein kleiner Bach fliesst an unserem Camp vorbei. Nix Rio Grande! Aber gut.. für uns perfeckt. Wir haben was wir brauchen und beenden den Abend mit einem Lagerfeuer.
Ueber den “Carneron Pass”, hinunter nach “La Garita”. La Garita, ehemalige “Tarding Post”. Wo die Jäger ihre Felle eintauschen könnten, gegen Essen und Gegenständ für die Wildniss. Heute ein kleiner Laden und Restaurant. Montags zu! Heute... natürlich Montag! Wir haben aber Glück, die Besitzerin ist im Garten und öffnet uns trotzdem den Laden. Wir brauchen eigentlich gar nichts, es gibt aber Cola und Eis. Wir machen Mittag auf der Veranda und unterhalten uns ein bisschen.
Danach steuren wir den “Natural Arche” an. Ein Loch im Felsen den wir begutachten. Die Landschaft hat wieder komplett geändert. Wüste und Felsen mit Canyons bestimmen das Bild. Superschön. Weiter über kleine Pisten geht es bis “Del Norte” wo wir im Stadtpark gratis zelten können. Dafür wollen sie im RV-Park (Motorhome Camping) 5$ für die Duschen pro Person. Halsabschneider! Ja nu, immer noch besser als 25$ für einen Platz.
Wir machen einen Pausetag. Veloreinigung, Wäsche usw. Bei schönstem Wetter im Park liegen. Nach dem Einkaufen suchen wir noch die “Micro Brewing“ Brauerei, auf. Wo wir Lokales Beer kaufen wollen. John, der Besitzer lässt uns gleich rein und drückt uns die ersten Probierer in die Hand. Eigentlich handelt es sich nur um eine Produktion ohne Laden. Aber der gute Mann erklärt uns alles und wir reden über Gott und die Welt und verköstigen ein Beer nach dem anderen. Irgendwann ist genug und wir verlassen den Laden, mit einer halben Gallon diese edlen Gesöffs und radeln zu unseren Zeltern zurück. Thanks John... Life is good!
Leicht verkatert geht es in die grösste Bergetappe auf unserer “Divide-Tour”. Ever so Clever.... Ganze 4 Std. Brauchen wir bis auf den ”Indian Pass”, danach gehts rauf und runter weiter und am Abend bin ich ganz schön platt.
Weiter über den “Stunner Pass”nach “Platoro”. Einem kleinen Nest, am Ende eines Tals. Die ganze Strecke bis “Horca” bleibt anstrengend, da wir auf einer schlechten Piste unterwegs sind. Auf Asphalt geht es über den “La Manga Pass” wo wir auf halber Strecke verregnet werden. Ein kurzes Gewitter. Wir verlassen “Colorado” und sind jetzt in “New Mexiko” unserem letzten GD Staat.
Hügelig und ruppig rollen wir weiter. Erreichen “Brazos Ridge”, einem Ausblickspunkt über die ganze Region. Weiter über Hochtäler durch offene Flächen und Walddurchfahrten. Am Morgen kommen wir kaum vorran so schlecht sind die Pisten. Am Nachmittag wird es besser und die letzten Kilometer bis “Hopwell Lake” sind Asphaltiert. Dafür ist es eine Feierabendsteigung! Oben angekommen zelten wir auf dem Camping und kriegen noch vereinzelte Regentropfen.
Die heutige Etappe, geht mehrheitlich bergab und wir kommen gut voran. Wir durchstreifen die verschiedenen Höhenlagen, vom kargen Hochland durch traumhafte Herbstwälder, bis zu Wüstenflächen. In “Abiquiu” unserem Tagesziel und Pausedestination angekommen. Einem Nest aus ein paar Häusern, suchen wir unseres ausgewiesenes Campingspot auf. “Old Abiquiu Loge”. Wir fahren in die vermeintlich richtige Richtung, landen aber auf einem Privaten Grundstück. Da wir nicht sicher sind wo wir uns befinden und die Besitzer gerade im Garten stehen, kommen wir ins Gespräch. Gary und Susi sind ganz erfreut von unserem auftauchen und erklären uns den Weg zur “Loge”. Wir könnten aber auch bei ihnen im Garten zelten, sie haben unmegen Platz! Wir discutieren noch ein bisschen hin und her und da sie uns sogar Wäscheservice und Duschen anbieten..... Bleiben wir gerne hier. Unglaublich Gastfreundlich. Wir richten uns ein es werden Pizzas bestellt und ein perfekter Abend geht zu Ende.


GD. Karte Nr. 4


Colorados, schönste Zeit. Herbst!

Traumhafte Wälder.




Wie angemalt!


Paint by Fotoshop :-)

Bison Herde

Zelten in der Prärie. Nahe "Doyleville".





Uebernachten am Eingang zu "Rio Grande NF".

Unmegen Holz, laden zum Lagerfeuer ein.







"La Garita" wo wir Mittag essen.


Richtung "Natural Arche".

Coole Pisten.

"Natural Arche"



Herbststimmung im Sandlkasten.

Yes.... Ride the Divide!

"Del Norte"

Zelten im Stadtpark! Hochofficiell!

Mein Benzinflaschenhalter gibt den Geist auf!

Ein Mann und sein Spielzeug ;-)

"Three Barrel Brewing"
http://threebarrelbrew.com/Three_Barrel_Brewing/Three_Barrel_Brewing/Welcome.html

Mit John in seiner Brauerei.    Guter Mann!

Life is good!

Verlassen "Del Norte"


Unglaubliches Farbenspiel.


"Indian Pass"



"Stunner Campground"





Das Tal von "Platoron" nach "Horca".


Meine Pedale löst sich auf.

"Carson NF"   Apache Creek.

Ruppige Pisten

Schieben angesagt...

"Brazos Ridge"  Overlook!

Tannenwälder zur Abwechslung.

Eine alte Blockhütte.

Kreuzung 87/133

"Canon Plaza"

Up "Sierra Negra"

Die ersten Kaktusse.

So schön ;-)

Kirche von "Abiquiu"

Wir sind in New Mexiko

Bei Susi und Gery, können wir im Garten zelten!
Many thanks for the Hospitality.

Superschönes Haus.


24.09.2011 / Salida – Doyleville / 89km / 06:11 / 14.4 / Zelten
25.09.2011 / Doyleville – Roi Granda NF / 81km / 05:10 / 15.7 / Zelten
26.09.2011 / Roi Granda NF – Del Norte / 84km / 05:15 / 15.8 / Zelten
27.09.2011 / Del Norte / Pause / City Park / Zelten
28.09.2011 / Del Norte – Stunner Camping / 70km / 06:10 / 11.4 / Zelten
29.09.2011 / Stunner Camp. – Carson NF / 78km / 05:41 / 13.8 / Zelten
30.09.2011 / Carson NF – Hopewell Lake / 86km / 07:12 / 11.9 / Zelten
01.10.2011 / Hopewell Lake – Abiquiu / 90km / 05:05 / 17.6 / Zelten
02.10.2011 / Abiquiu / Pause / Camping / Zelten