FAHRRAD ERLEBNISBERICHT

2009 - Mit dem Rad von der Schweiz nach Ägypten.

2010 - Von Patagonien der Andenkette entlang nach Mexiko.

2011 - Von Alaska über den " Great Divide" nach Mexiko.

2012 - Mexico, Cuba. Von Spanien nach Portugal in die CH

Dienstag, 1. Juni 2010

Absturtz in die Yungas

30.05.2010

"Death Road, I survived the death road"
Ja so wird hier die Strasse in die Yungas vermarktet und viele Traveler buchen dann mit Helm, Ganzkoerperschutz und einem Leihrad eine Downhilltour von 4700m in ca. 80 km auf eine Hoehe von 1200m.  Dabei startet man im kargen, eisigen Klima und endet im tropischen Klima mit gruener Flora.
Die Strasse gilt als eine der gefaehrlichsten der Welt, da Diese teilweisse nur 3m breit ist und dann kerzengerade viele hundert Meter abbricht. ( natuerlich nicht asphaltiert).
Es gibt unterdessen eine neue Strasse, wo der Hauptverkehr rollt und die "Dead Road" wird vor allem von Radlern und Begleitfahrzeugen genutzt. Somit hat sich alles ein bisschen beruhigt. (Sicherer).
Die Touristen mit vollgefederten Raeder brettern natuerlich anders runter als wir mit unseren bockharten Dingern. Jedenfalls ist es ratsam die Kurven zu erwischen, denn sonst siehts eher schlecht aus fuer einen. Die Piste ist in den Hang gefresst und es geht wirklich senkrecht einige Kilometer im freien Fall herrunter. Es sind gute 3000hm die wir runterhoppeln.
Cristian von der Casa de Cyclista hat uns den Weg aufgezeichnet und uns ein bisschen eingewiessen. So starteten wir heute morgen rechtzeitig. Leider mussten wir mit Blick auf den Himmel feststellen, dass der Wettergott es wohl nicht gut mit uns meint. Da der Himmel mit schwarzen Wolken verdeckt war. Wer weiss, vielleicht macht es ja noch auf.
Um von 3650m in La Paz auf 4600m zu kommen haben wir uns von einem Pick Up mitnehmen lassen. Oben angekommen ging es auf die Raeder und natuerlich nach unten. Der erste Abschnitt war mit schlechtem Untergrund, aber wenig ausgesetzt. Doch schon bald waren wir in den Wolken und es wurde feucht, ja richtig nass. Zudem war die Sicht fast null und was wollen wir auf der Death road wenn wir nicht sehen wie tief es runter geht. Langsam machte sich Resignation breit, da auch meine Schuhe mittlerweile schon als Freibad herhalten koennten. Ich fragte mich das ist doch totaler Schwachsinn hier und spielte mit dem Gedanken den naechsten Pickup Richtung La Paz anzuhalten. Aber ne ne .. jetzt geht es nur noch runter, dann haben wir halt pech gehabt aber we did it.
Dann aber wurde die Piste wirklich atemberaubend und schmiegte sich ueber viele km an die Felswaende. Wenn hier die Bremsen versagen ist es aus. Auch wenn wir nicht soviel sehen konnten, so wurden wir nun doch etwas entschaedigt und wir nahmen es nun auch mit Humor. Nach 4,5 Stunden Abfahrt, verschlammte Raeder und einem braunen Streifen auf dem Ruecken erreichten wir die Endstation auf 1200m Meehreshoehe. Die Vegetation glich nun einem Urwald und es roch nach sehr dicker Luft. Unten haben wir dann die Raeder etwas abgewaschen. Nun ging es wieder zurueck nach La Paz ueber die Neue asphaltierte Strasse. Zurueck haben wir uns natuerlich wieder mitnehemen lassen, sonst kann man die ca. 240km an einem Tag nicht machen )
Um 19:00 waren wir dann wieder mit extrem unterkuehlten Fuessen in La Paz.


 In "La Chumbre". Ausgangspunkt unserer Tour.
Wir lassen die Touris stehen und bedanken uns, fuer den Ride ab.
 
Karge Landschaft auf 4600mum.

Werden auch gleich interessiert  beaeugt.

Wir kommen in den Dschungel.
 
Kreuze stehen stalier.
 
Da gehts senkrecht runter!!
 
Endlich verlassen wir den Nebel und sehen was.

Ok. Dass wollten wir nicht sehen.





30.05.2010 /     Yungas /    76km /   04:45 /   15.9 /     Tagesausflug  

Kommentare:

paddy hat gesagt…

Hey Chrigi und Reisekolleg
Endlich komm ich mal dazu einen Kommentar zu hinterlassen. Eindrückliche Erlebnisse die ihr da schildert und wahnsinnig schöne Impressionen auf den Bildern. Da möchte man doch glatt selbst eintauchen. Aber das würde ich wohl kaum einen Tag durchstehen.
Hebets witerhin guet. Viel Spass, good health and happy life.
Paddy

Chrigi hat gesagt…

Holla Paddy,
Merci, fuer deine Gruesse. Auch du wuerdest das packen, keine Frage. Du bist eine Laufmaschine und wuerdest locker mithalten.
Grussem in die CH und Suerte wie man hier sagen wuerde.
Chrigi