FAHRRAD ERLEBNISBERICHT

2009 - Mit dem Rad von der Schweiz nach Ägypten.

2010 - Von Patagonien der Andenkette entlang nach Mexiko.

2011 - Von Alaska über den " Great Divide" nach Mexiko.

2012 - Mexico, Cuba. Von Spanien nach Portugal in die CH

Donnerstag, 1. Juli 2010

Cusco bis Ollanta, Retour

26.06 - 30.06.2010    5032km

Verlasse Cusco ueber eine Kopfsteinpfalsterstrasse und werde dementsprechend wachgeruettelt. Gluecklicherweise ist es nur ein kurzes Stueck. Dafuer darf ich mich weiter den Berg hochkaempfen bis ich in "Sexywoman" einen ersten Stopp mache und nochmals durch die Ruinen schlendere. Auf meinem Weg nach "Pisac" besuche ich noch drei weitere Inka Ruinen (Q'enqo, Puka Pukara, Tambomachay) und eine Lamastation. Es sind fast 500 hoehenmeter zu ueberwinden. Dafuer werde ich danach mit einer superschoenen Abfahrt belohnt. Das Tal (Valle Sagrado) oeffnet sich vor mir und ich komme kurz nach dem Mittag in "Pisac" an. Dort, schaue ich mich gleich fuer einen Abstellplatz fuer mein Rad um. Ich will zu den Inkaruinen oberhald des Dorfes. Im "Mullu Cafe" bekomme ich hilfe. Der Besitzer Josip (selber Radler) stellt mir gleich einen abschliessbaren Raum zu Verfuegung und bald sitze ich im Taxi und fahre zu den nahen Ruinen hoch. Von dort laufe ich dann durch die grosse Anlage runter die sich an einem steilen Hang anschmiegt. Der Blick ist fantastisch und ich geniesse richtig die Wanderung. In Pisac treffe ich spaeter auf Chris (USA). Er hat mich zu seinem Freunds Haus eingeladen. Wir kaufen noch ein und laufen zu der Huette die an einem Hang liegt. Es ist ein einfaches Haus ohne Wasser und Toilette, aber ein Dach ueber dem Kopf. Wir verbringen den Abend am Lagerfeur und gehen frueh schlafen. Die naechste Etappe fuehrt leicht bergab durch das Tal. Kurz vor dem Mittag bin ich in "Urubamba" und nehme mir ein Zimmer in einem Hospidache. Am Nachmittag laufe ich zu den nahen "Salinas". Es ist ein rechts Stueck aber es hat sich gelohnt. Die Slatzbecken sehen super aus. Bis "Ollantaytambo" ist es nur noch ein Katzensprung. Im Dorf hat's wieder Kopfsteinpflaster und ich hopple von Hostal zu Hostal bis ich was geeignetes gefunden habe. Ich finde ein grosses helles Zimmer in einem kleinen Hostal. Mit duschen muss ich noch warten da es im ganzen Dorf Stromausfall hat. Die haben hier ueberall die Elektor-Duschkopfe! Zum Teil kriminelle konstruktionen, mit dem entsprechenden Erfolg. Mal ist es warm mal Lauwarm und machmal mit leichten Elektroschocks. Egal, so mache ich mich zu den Inkaruinen auf, die sich links und rechts vom Tal in die Seitenflanken schmiegen. Wahnsinn die haben die Bauten spektakuler in die Haenge gebaut. Tags darauf gehts per Tagesausflug nach "Machu Piccu" (Separeter Blog). Zurueck gehts wieder ueber "Urubamba" geradeaus. Ab dort darf ich das "Valle Sagrada" ueber Serpentinen verlassen. Es sind ueber 1000hm zu ueberwinden. Im schleichtempo gehts bergauf. Ob gehts dann in wellen Bewegung weiter und kurz vor Cusco kann ich dann nochmals 300hm hochkurbeln. Uff... Dann eine rasante fahrt in die Stadt und siehe da, ich kriege sogar mein altes Zimmer im gleichen Hostal. Fast wie nach Hause kommen. :-)

Saqsaywaman  "Sexywoman"

 
Wellenfoermige Steinformationen

 
"Q'enqo"

Untergrund Gallerien von Q'enqo



"Tambomachay"
Tempel mit Wassercascaden.

 
Lama-Park

Hier kann man in die Gehege, Lamas Fuettern und streicheln (wenn sie es zulassen:-)



Rasta-Lama

 
 
 
 
 
Weiter bergab Richtung "Pisac".
Schwere Regenfaelle haben Teile der Strasse weggeschwemmt.

Abfahrt mit blick in Urubambatal
"Valle Sagrado"




"Valle Sagrado"

Im "Mullu Cafe" Pisac" kann ich mein Bike unterbringen solange ich in den Ruinen rumlaufe.

Mit dem Taxi gehts hier hoch zu den Ruinen.




Inka Ruinen von Pisac

 
 
Uebernachte Privat. In diesem Haus, in Pisac.

Backsteine an der Sonne zum Trocken.

Salinas bei "Urubamba"

 
 

"Ollanta"
Auf dem Hang in der front sieht man in der Mitte ein Gesicht, links und rechts Ruinen.

 
Gesicht. Links Ruinen


Bei den Ruine.

 
Oberhalb des Gesicht.

 
 
Verlasse "Valle Sagrado" ueber Serpentinen.


Letzter Blick ins Tal.


Einfahrt nach Cusco
 
 
26.06.2010 /      Cusco - Pisac /     36km /      02:29 /      14.4 /      494hm /       Hotel
27.06.2010 /      Pisac - Urubamba /      40km /     02:14 /    17.8 /     104hm /     Hotel
28.06.2010 /    Urubamba - Ollanta /      21km /    01:18 /    16.1 /     179hm /      Hotel
29.06.2010 /     Ollanta - Machu Piccu /      Tagesausflug mit Zug und Bus. /     Hotel
30.06.2010 /     Ollanta - Cusco /      85km /     05:29 /     13.9 /    1487hm /      Hotel

Donnerstag, 24. Juni 2010

Cusco "Inti Rayni"

16. bis 24.06.2010   

Die folgenden Tage verbringen wir viel in der "Lost City Bar" im Zentrum. Sie wird von Mike USA und Richard Peru betrieben. Wir schauen Fussball, Basketball und was sonst noch so an sportlichen Aktualitaeten auf der Welt laeuft. Trinken viel und albern rum. Ich finde einen Spanischlehrer "Carlos" und buche gleich mal ein paar Spanischprivatstunden fuer 10 Stutz. Wird zeit, dass ich mein Spanisch ein bisschen aufmoeble.
Bei Petras ankunft (Falkos Freundin), wechsel ich das Hotel. Quartiere mich in einem billigeren ein, dass mir aber gut gefaellt. Es hat eine Terasse mit Blick ueber die Daecher der Stadt und ich kann die Kueche benutzten. So vergeht die Zeit bis zu meiner Machu Picchu exkursion recht schnell. In der Stadt ist eh jede menge los da es dass groesste Fest der Stadt bevorsteht. ( Inti Rayni )  Es vergeht keinen Tag ohne Tanzveranstalltungen, Umzuege usw.


 
Blick von meiner Hostel-Terrasse.

Alte Inkamaueren, die als Fundament fuer die neue Stadt dienen.

Ich und mein Spanischlehrer Carlos

Hochbetrieb auf der  "Plaza del Armas"

Es wird getanzt und gefeiert.

Blick ueber die Daecher.

Nachts laeuft auch jede Menge.


24.06.2010   INTI RAYMI
Das Inti Raymi – das Fest der Wintersonnenwende – in Cusco ist eines der größten Schauspiele Perus.
In der andinen Welt war die Mutter Natur seit jeher heilig. "Panachmama" Sie barg das Leben und stand für die Präsenz des Schöpfers der Welt. Mensch - Gott und Kosmos bilden eine Einheit. Um diese Einheit aufrecht und im Gleichgewicht zu erhalten, waren nach Ansicht der Indios gewisse Rituale, Regelmäßigkeiten und Zeremonien nötig.
Dieses Fest wurde in unsere Zeit hinueber getragen und als Touristenabzocke vermarktet. Das ganze laeuft in der Alststadt und in "Sexywoman"ab......
Sexy woman?  Ist Quechua und wird eigentlich so geschrieben: Saqsaywuaman. Aber natuerlich spicht es so keiner aus, schon gar kein Tourist! Saqsayhuaman ist eine riesige Tempel-Anlage direkt ueber Cusco und laesst sich nur ueber steilste Strasse erreichen. Obwohl die Anlage gigantisch scheint sieht man heute nur noch ca.20% der Originalstruktur, weil die spanischen Eroberer viele Waelle einrissen um damit in Cusco eigene pompoese Haeuser und Kirchen errichteten.
Wir haben uns auch 30$, Tages-Inti Rayni-Tickets gekauft. Leider ein flopp. Wir haetten das ganze auch auf eigene Faust machen koennen. Aber man weiss es halt nicht.


Erste  Zeremonie in der Altstadt

 
 
 
Oben in "Sexywoman"

 
 
 
 

Mittwoch, 16. Juni 2010

Puno bis Cusco

10. - 15.06.2010    4850km

Am Vorabend lernen wir Max kennen (Peruanischer Reiseradler). Er will uns am naechsten Tag bis "Juliaka" begleiten. Also machen wir ab und fahren gemeinsam los. Er lotzt uns aus der Stadt und somit muessen wir uns keine Gedanken betreffend Richtung machen. Nach einer steilen Ausfahrt aus "Puno", heizen wir ganz schoen und sind am Mittag in "Juliaka". Max zeigt uns die Fahrrad und Ritschka - Geschaeftsstrassen, bevor er zurueck faehrt und wir uns noch ein bisschen umsehen. Danach ziehen wir im Hostal Mayaki ein, wo wir ein riesiges Dreierzimmer bekommen. Die Etappe bis "Ayviri" ist relativ flach und schoen. Mittags essen wir Empenadas aus "Juliaka". In "Ayaviri" haben wir wieder einmal eine Dunkelkammer als Hotelzimmer. Aber fuer 4sfr. kann man ja nicht klagen. Die Haeuser sind ungeheizt und wir frieren uns den A... ab. Sobald es  eindunkelt, fallen die Temperaturen rapide. Man, was wir Heizungen vermiessen! Weiter gehts ueber einen Pass von 4338mum, denn wir am fruehen Mittag erreichen. Mich plagt ein bisschen der Magen und somit quelle ich mich mehr recht als schlecht hoch und freue mich ueber die folgende Abfahrt. Wir passieren kleine Dorfer wo ueberall die Ernte eingezogen und das Getreide verarbeitet wird. Das Tal sieht recht fruchtbar aus und es ist alles gruener. Wir sind immer noch auf 3600mum. In "Sicuani" einer recht grossen Stadt nehmen wir ein  Dreierzimmer und machen einen Pausentag. Die darauf folgende Etappe ist sehr schoen. Wir radeln durch Taeler an Fluessen entlang, links und rechts steile gruene Haenge. In der Ebene wird alles Bewirtschaftet. Kuehe grassen auf den Feldern und in den Hoefen. Die Landschaft ist sehr jdyllisch und als sein die Zeit stehengeblieben. Esel transportiern Getreide, Pferde schredern das Korn im Kreis dauerlauf. Auf den Feldern liegen Maiskolben zum trocknen. Aber das Beste! Es ist wieder waermer. In "Urcos" verbringen wir die letzte Nacht bevor wir in "Cusco" ankommen. Wir kreuzen noch zwei Radler Alex und Peter UK/AUS. Von ihnen erhalten wir ein paar Tipps ueber "Cusco". An der Strasse finde wir einen Stand wo es Meerschweinchen gibt! "Cuy al Horno". Na dann, lass uns das mal probieren. Sehen ja aus wie gebratene Ratten. Ist nicht viel dran, an den Dinger. Wird wohl das erste und letzte mal gewesen sein, dass ich Cuy esse. In "Andahuaylillas"  besuchen wir die Kirche die ein sehr eindruckliches Inneres hat. Die letzten Kilometer nach Cusco sind nochmals schweisstreiben da es staetig bergauf geht. Aber schlussendlich kommen wir an und beziehen im "Hostal Inka Inn". Quartier.


Max "Peru-ciclistas" der uns begleitet.
In jeder Stadt sehen wir Fiestas, Demos oder Kundgebung.

Ausfahrt aus "Puno".
Muessen ganz schoen pumpen.

 

"Juliaka" vor dem Hotel.

Juan umd Falko.

 

 

"Ayviri"

 

Touristenzug zwischen Puno und Cusco.

Wollknaeuel!

Gluecksbringer aus Copacabana!

4338mum


Schoenes Tal nach dem Pass.

Viele Haeuser werden als Werbeplaktet genutzt.

 
Mais an der Sonne, zum trocknen.

 
 
 
Nachtessen in "Urcos"

Radfahrer im Seitenstreifen!!

Kirche von "Anduhuaylilas"

Cuy, Meerschweinchen.

 
Peter und Alex    UK/AUS

Ankunft in "Cusco"




 

10.06.2010 /      Puno - Juliaka  /     47km /     02:19 /     20.2 /     153hm /     Hotel
11.06.2010 /       Juliaka - Ayviri  /    100km /     05:19 /      19.3 /    326hm /     Hotel
12.06.2010 /      Ayviri - Sicuani  /    114km /     05:48 /      19.6 /    561hm /     Hotel
13.06.2010 /       Sicuani  /       Pause /        Hotel
14.06.2010 /     Sicuani - Urcos /    97m /     04:48 /      20.2 /    482hm /     Hotel
15.06.2010 /     Urcos -  Cusco /    50km /     03:19 /     15.2 /     541hm /     Hotel