FAHRRAD ERLEBNISBERICHT

2009 - Mit dem Rad von der Schweiz nach Ägypten.

2010 - Von Patagonien der Andenkette entlang nach Mexiko.

2011 - Von Alaska über den " Great Divide" nach Mexiko.

2012 - Mexico, Cuba. Von Spanien nach Portugal in die CH

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Grants bis Silver City

10.-19.10.2011        25734km 

Verlassen „Grants“ bei schönem Wetter. Die Temperaturen lassen aber noch zu wünschen übrig... Naja
„Wenigstens kein Regen!“   Wir nehmen den HW 117 durch das „Malpais National Monument“ (Schlechtes Land)! Benannt durch die Spanier. Sie kammen mit ihren Rössern, nicht durch die Lavafelder. Für uns gibt es feiner Asphalt! Vorbei an „Natural Arches“ wo wir einen Stopp machen. Raus auf einen Ebene „Cebolla Wilderness“! (Zwiebel Wildniss). Nehmen wir die Rd. 41 (Piste), nach „Pie Town“. Höhe „Carton County“ stellen wir unsere Zelter auf.
Urs vermisst eine Zeltstange. Er hat sie in „Grants“ auf dem Camping liegen lassen. So ergibt es sich früher als gedacht, dass sich unsere Wege trennen. Er fährt zurück und wird seine eigene Wege gehen. Wir waren über ein halbes Jahr zusammen „On the Road“ und hatten eine gute Zeit.
Die letzten Kilometer nach „Pie Town“ habe ich schnell hinter mir gebracht.
„Pie Town“ hat einen ähnlichen Ruf wie Trujillo in Peru mit der (Casa de Cycilista). Hier gibt es das „Toaster House“. Dreh und Angelpunkt für alle GD + CD Traveller! Ich rolle durch das Nest. Die Lokale Feuerwehr, hat einen Wiederhollungskurs und gibt mir Auskunft. Sie bieten mir auch gleich einen „Ride“ zum 3 Milen entfernten Foodmarkt (Saumässig teuer). Gerne nehme ich an.
Unglaublich „The Toaster House“ ist ein offenes Haus (Unbewohnt aber unterhalten) wo jeder Traveller willkommen ist. Ich bin alleine hier und nehme ein Zimmer. Cool.... es hat Wein und Beer, gefrorene Pizza im Tiefkühler. Man kann Duschen, Waschen usw... Entgeld nach Möglichkeiten.
Gerne unterstützt man so ein Haus. Ein Segen auf dieser Welt! Werde einen Pausetag einlegen, bei diesem Angebot... Claro!
Verlasse „Pie Town“ bei schönem Wetter. Komme gut voran. Nach „Mangas Moutain“ ist die angegeben Quelle ausgetrocknet. Auch das nächste angegeben Reservior ist eine braune Sauce. Finde aber bei „La Jolla Canyon“ einen Cattel Tank mit Wasser, das gebrauchbar ist. (Auf der GD Karte nicht verzeichnet!) Zelte bei „Collins Park“, auch dieses Reservoir ist eine braune Brühe. Die kaum jemand trinken will.
Es wird steiler und ich dem entsprechend langsamer. Bei „Elk Spring“ bekomme ich wieder gutes Wasser und kann alle meine Flaschen füllen. Am Mittag bin ich in „Beaverhead“ wo es auch Wasser gibt. Es fahren ein paar Jäger ein und wir kommen ins Gespräch. Sie laden mich auf ihr Camp ein, beim „Trail 68“. Die Jagdsaison beginnt hier dieses Wochenende. Um drei bin ich dort und entscheide mich zu bleiben. Die Jungs laufen alle mit geladenen Pistolen am Gürtel rum, obwohl sie mit Gewehren jagen. Reines Machogehabe! Geben die einen, sogar selber zu. Die anderen sind eher Wortkarg! Ein Vater und Sohn sind auch dabei. Vater, Vitnamveteran und Sohnemann, der seine beide Beine im Irak verloren hat. Extreme Patrioten und Armeegeil. Unglaublich! Der Sohn kann kaum anständig stehen, auf seinen Prothesen und hat eine Pistole umgeschnallt und vor seinem Campingstuhl steht sein mattschwarzer Ballermann mit Zielfernrohr. Bis jetzt sind mir mehr US-Kriegspolitik kritische Amerikaner begegnet. Dieses mal, sind es die anderen. Jedenfalls gibt es viel Bier und die Stimmung ist ausgelassen, beim Lagerfeuer.
Am nächsten Morgen erwache ich leicht verkatert, als sich die Gruppe zur Jagd aufmacht. Na ja... jedem das seine, ich schwinge mich viel lieber auf mein Rad und suche das Weite.
Ich werde an diesem Morgen noch von ein paar Pickups überholt die ihre Trophäen hinten auf der Ladefläche haben. Abgeschnittener Hirschkopf mit mörder Geweih. Ganz normal hier! Brauche eine ganze Weile, bis ich endlich aus dieser extrem hügligen Gegend rauskomme. Auf der HW35 geht es bis „Lake Roberts“ wo ich einkaufen möchte, bevor ich zu den Hotspring gehe. Bei „Lake Roberts Cabin“ soll es einen kleinen Laden geben. Als ich dort ankomme, sagt mir ein Schild. „Closed“. Bei fragen in den Cabinas anklopfen. Ok. Ich geh mal schauen und werde gleich von der Besitzerin in Empfang genommen. Der Laden sei zu. Die Sasion ist zu Ende. Sie geben mir aber Burgerfleisch und Brot aus dem Tiefkühler und starten den Grill. Tomaten, Käse und Saucen kommen auch dazu. Zelten kann ich im Garten und die Duschen kann ich natürlich auch gebrauchen. Sie futtern alle „Great Divide Racer“ durch und unterstützen sowieso Radler. Ich könne ihnen nach gutdünken was geben. Mega! Solche Leute gibt man gerne was. Die Burger schmecken herrlich und ich bin selig...
Ueber einen Berg ins nächste Tal, geht es zu den „ Gila Hotspring“. Oben angekommen, mach ich beim Aussichtspunkt eine Pause. Ein Wohnmobil fährt vorbei und kommt zurück. Ob ich Schweizer sei? Werde ich auf Schwyzerdütsch gefragt. (Hat mein Fähnchen gesehen). Christian aus „Tucson“. Wir halten einen Schwatz. Er ist schon seit x Jahren ausgewandert. War ein paar Tage im Park und jetzt auf dem Rückweg. Er gibt mir Essen und Karten, die er nicht mehr braucht. Guter Mann!
Nach einer 10km Abfahrt bin ich bei den Hotspring. Mann, da muss ich wieder rauf... ja nu... erst Morgen! Stelle mein Zelt auf und radle zu den Höhlen. Es geht durch einen hübschen Canyon mit Bächlein hinauf. Am Abend kann ich meine müden Knochen in den Heisswasserquellen baden und im nahen Bach abkühlen. Genial!
Frisch verlasse ich die „Gila Hotsprings“ und darf zuerst mal aus dem Tal radel. Kurve um Kurve geht es hoch, mit super Blick. Es bleibt ein auf und ab bis „Pinos Altos“. Beim verlassen des Dorfes sieht man auf „Silver City“ runter und so entscheide ich mich spontan einen Platz zu suchen, damit ich morgen den ganzen Tag in „Silver City“ habe. So spar ich mir auch eine Uebernachtung! Eine Piste führt vom Dorf weg zu den Sendemasten. Dort finde ich eine kleine Terasse mit Blick auf das Tal. Perfeckt! Hier bleib ich.
Rauschend gehts nach „Silver City“. Pause ist angesagt.


Karte Nr. 6    Letzter Abschnitt "Great Divide"

Ausgangs "Grants"

"El Malpais N.M." Schlechtes Land
http://de.wikipedia.org/wiki/El_Malpais_National_Monument


"Natural Arches"



Rd. 41 nach "Pie Town"


Hier gibt es Wasser für alle CD, GD.


"Pie Town"

"The Toaster House" a great place!


So lässt es sich aushalten!

Altes Eisen.





Weiter gehts an "Mangas Mountains" vorbei.

Wüstenbewohner!


Wasser für den Radler...




Zelte bei "Collins Park"

Zum Glück ist es trocken! Kann mein Traum in die Fahrrinne stellen.

Bäume wie sie man bei uns nicht sieht.

Treibe Rinder vor mir her.

Cattelguard.


Kleine wilde Kürbise.

Gila Wilderness
Hier in der Gegend ist Geronimo,
 Apachen Leader, auf die Welt gekommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geronimo

"Wall Lake"

Meine Waffengeile Freunde!

Big Guns!

East Fork Gila River

Rocky Canyon


Das Tal von "Sapillo Creek"

Und überall schon Kaktuse!

"Roberts Lake"

"Lake Roberts Cabine" und General Store.



Gila Hot Spring... Genail




1,6km langer Fussweg zu den Höhlen.





.......

"Pinos Altos"

Gleich nach "Pinos Altos" finde ich eine Terrasse wo ich Zelten kann.


10.10.2011 /   Grants – Rd. 41 /      89km /   05:30 /   16.2 /     Zelten
11.10.2011 /   Rd. 41 – Pie Town /    33km /    02:02 /   16.1 /    T.H.
12.10.2011 /      Pie Town /    Pause /      „Toaster House“ :-)
13.10.2011 / Pie Town – Collins Park / 108km / 06:21 / 17.0 / Zelten
14.10.2011 / Collins Park – Trail 68 / 78km / 04:37 / 16.8 / Zelten
15.10.2011 / Trail 68 – Lake Roberts / 70km / 05:20 / 13.2 / Zelten
16.10.2011 / Lake Roberts – Gila Hot Spring / 46km / 02:52 / 16.0 / Zelten
17.10.2011 / Gila H.S. – Pinos Altos / 57km / 04:46 / 11.9 / Zelten
18.10.2011 / Pinos Altos – Silver City / 20km / 01:03 / 17.9 / Zelten
19.10.2011 / Silver City / Pause / WS


Montag, 10. Oktober 2011

Abiquiu bis Grants

03.-09.10.2011           25234km 

Verabschieden uns von Susie und Gary. Es war super bei Ihnen. Unsere Piste geht gleich nach dem Dorf an einem Canyon rauf auf ein Hochplatau. Wir stossen wieder in die Tannenwaldregion hoch. Die Pisten werden immer schlechter. Entweder Sand oder holprige Steinplatten. Gute 50km gehts rauf und es ist Nachmittag um 3 Uhr, als wir den höchsten Punkt erreichen. Weiterhin rauf und runter erreichen wir langsam unser Ziel. Ein “Cattle tank” (Vieh-Wasserloch). Ein offenes Fass das in der Erde steckt. Wasser drückt von unten durch. Ein paar Tropfen in der Minute. Wir suchen ein weile, da die km Angaben mit unseren km nicht übereinstimmen. Endlich gefunden füllen wir unsere Wasserflaschen. Ein bisschen weiter soll es nochmals einen “Cattle tank” haben. Wir suchen auch diesen auf, finden aber nur ein ausgetrocknetes Fass, dafür einen schönen Fleck zum Zelten.
Am Morgen dick bewölkt fängt es auch kurz nach unserer Abfahrt an zu regenen. Bis am Mittag geht es rauf und runter mit gelegentlichen Aufhellungen. Vor “Cuba” geht es nochmals richtig runter und als wir ankommen hat uns der regen wieder! Flüchten ins McDonald und trinken heisse Chokolade. Nach 3 std. Lässt es nach, wir gehen Einkaufen und suchen den nahen RV Park auf. Wir haben unsere Zelter aufgestellt, fängt der regen wieder an... Gleich neben uns steht ein riesiger Wohnmobilbus und wir werden zum Tee eingeladen. Gerne nehmen wir an. Bill Häni und seine Frau sind wunderbare Gastgeber und wir verbringen den ganzen Abend bei ihnen. Tee mit Crackers und Käse danach Suppe und zum Abschluss Keckse. Dazwischen wird noch eine Flasche Wein aufgemacht. Ah... der Regen ist schon fast vergessen.
Am Morgen können wir im trocknen zusammenpacken aber es bleibt bewölkt und kalt. Am frühen Nachmittag erreichen wir “Pueblo Pintado”. Von hier aus geht es auf Pisten in den “Chaco Culture National Park”. Der ganze Regen der letzten Tage hat die Pisten teilweisse schlammig gemacht. Wir nehmen die gut 60km bis zum Park trotzdem in Angriff. Nach 20km zelten wir auf einer Anhöhe zwischen flachen Steinplatten.
Am Morgen dick bewölkt, radeln wir los. Wind kommt auf und erschwert uns massiv, dass vorankommen. Regen setzt ein und wir rollen nass im Visitorcenter ein. Im geheitztem Raum ist es ganz erträglich und wir schauen einen DVD über “Chaco”, bis endlich der Regen nachlässt und wir unser Lager auf dem Camping aufstellen können. Feucht und kalt bleibt es und wir hoffen auf besseres Wetter.
Der nächste Tag ist dann auch besser. Nicht „Grand Bleu“ aber ganz anständig. Nach dem Frühstück machen wir uns auf und besuchen die verschiedenen Pueblos Ruinen und machen einen Rundgang auf den Canyonfelsen mit Blick auf die Ruinen. Den restlichen Tag verbringen wir mehr oder weniger im Zelt, da es einfach zu kalt ist.
Als wir „Chaco“ verlassen ist es dann schön! Aber bitter kalt! Zurüch nach „Pueblo Pintado“, wo wir einkaufen und ab nach Richtung „Grants“ wo wir am nächsten Nachmittag ankommen. „Grants “ nichts besonderes, gehen wir auf den KAO Camping. Eigentlich wollten wir einen Tag bleiben, aber das Nest gibt nicht viel her. So entscheiden wir uns gleich weiterzufahren am nächsten Tag.

Abschied von Susie.

Great Divide Karet NR. 5




Entweder Sand oder holprige Steinplatten.



 Finden nur ein ausgetrocknetes Fass, dafür einen schönen Fleck zum Zelten.



Gleich neben uns steht ein riesiger Wohnmobilbus und wir werden zum Tee eingeladen.
 Bill Häni und seine Frau sind wunderbare Gastgeber.



Bei "Pueblo Pintado" geht es auf nassen Pisten Richtung "Chaco".

10¨ Minuten Sonne beim Nachtessen :-)

Wüstenbewohner.


Eingang am Tag unserer Abfahrt mit "Grand Bleu" grrr....
Auf diesem Monlith ist ein Uralter Lichtkalender der Anasazi Kultur.

Ruinen im Canyon.








Baukunst

Die Pueblos wurden nach Sonnen und Mondkalender erbaut.
Mauern weisen in all vier Himmelsrichtungen.



Schwalbennester.

Schleichweg durch einen Spalt auf den Canyonrand.

Blick von oben.

"Pueblo Bonito"
http://de.wikipedia.org/wiki/Chaco-Canyon-Kultur#Pueblo_Bonito


Steinformationen.



Beim verlassen von "Chaco" sehen wir Hirsche.


Stolzes Tier!

Richtung "Pueblo Pintado".

Windig und kalt..... brrrr....

Bahn bei "Grants"

Ein paar Milen auf der Route 66! Bei "Grants".
Sicherlich nicht die schönsten aber immerhin!


03.10.2011 / Abiquiu – FR144 C.T. / 68km / 06:50 / 10.0 / Zelten
04.10.2011 / FR144 C.T. – Cuba / 65km / 04:10 / 15.6 / Zelten
05.10.2011 / Cuba – Pueblo Pintado / 108km / 06:16 / 16.9 / Zelten
06.10.2011 / P. Pintado – Chaco NP / 44km / 03:03 / 14.5 / Zelten
07.10.2011 / Chaco Cultural National Park / Camping / Zelten
08.10.2011 / Chaco NP – Borrego+ / 107km / 06:18 / 16.9 / Zelten
09.10.2011 / Borrego+ – Grants / 75km / 04:00 / 18.8 / Zelten