FAHRRAD ERLEBNISBERICHT

2009 - Mit dem Rad von der Schweiz nach Ägypten.

2010 - Von Patagonien der Andenkette entlang nach Mexiko.

2011 - Von Alaska über den " Great Divide" nach Mexiko.

2012 - Mexico, Cuba. Von Spanien nach Portugal in die CH

Mittwoch, 9. Juni 2010

Copacabana bis Puno

07. - 09.06.2010    4441km   

Nachdem wir am Vorabend "Juan" wieder getroffen hatten, sind wir am naechsten Morgen zusammen, Richtung Peruanische Grenze aufgebrochen. Nach zehn Kilometer sind wir in Peru. Der Grenzuebertritt gestaltet sich absolut problemlos und schon rollen wir in ein neues Land. Bei schoenen Wetter aber kuehlem Wind kommen wir gut voran und erreichen "Ilvan" am fruehen Nachmittag. Wir nehmen gleich das erste Hostal fuer 10Sol pro Person (ca. 4sFr) und genehmigen uns danach in einem "Chifa" eine Portion Reis mit Huhn an Sojasauce. Die Stadt ist keine Touristenhochburg und somit stehen wir schnell im Mittelpunkt. Die Leute in Peru kommen uns im allgemein interessierter und offener vor. Wir kommen schnell in Kontakt und unserer Raeder werden bestaunt. In "Puno" angekommen, suchen wir gleich eine Herberge und lassen uns im "Huaylusive Inn" nieder. Wir haben Zimmer im 2. Stock und schleppen unsere Raeder natuerlich hoch. Mit dem Fahrrad neben dem Bett schlaeft es sich halt am besten. "Puno" ist einiges Touristischer da es die Stadt am Titikakasee in Peru ist. Wir bleiben einen Tag und besuchen die schwimmenden Insel "Isla Uros". Es handelt sich um aufgeschichtestes Schilff von ca. 2-3 Meter dicke, wo jedes Jahr weitere Schichten hinzukommen und untenrum Schichten verrotten. Die einzelnen Inseln haben ca. eine laenge von 20 Meter und ermoeglichen das Leben fuer sechs Familien. Die Inseln reihen sich eine an die andere und bilden so eine kleine Stadt. Das ganze ist recht gross und wird dementsprechend vermarktet. Es ist trotzdem beeidruckend wie das ganze erbaut und zusammenhaelt.


Mittagspause mit Blick.

Doerfer auf dem Weg.

Hospidaje in "Ilave"
 
Verlassen "Ilave"
 
 

Da hat eine Firma dass WC-Haeuschen Monopol!

Ueberall stehen Esel fuer die Feldarbeit rum.

Skulptur am Strassenrand.

In "Puno" hat es ueberall Fahrradritschkas. 
Wir als Ciclistas bevorzugen natuerlich die Fortbewegungs   moeglichkeit.

Flatternde Bartlis.

Falko hat auch seinen Spass daran!!

"Isla Uros" Schwimmende Inseln.

Schiffbaukunst.



Schilff als Baustoff.


07.06.10 /    Copacabana – Ilave  /    92km /    05:03 /   18.1 /    596hm /    Hotel
08.06.10 /    Ilave –  Puno  /    59km /    03:10  /   18.6 /    195hm /    Hotel
09.06.10 /     Puno /    Pause  /     Besichtigen "Isla Uros"

Sonntag, 6. Juni 2010

Isla del Sol

05.06.2010

Wir besuchen die Insel der Sonne. Geburtsstaedte der Inka Mythologie.
Als wir am Morgen aufstehen, ist es bewoelkt und es troepfelt. Sch... .Wir haben wieder einmal ein unglaublisches Wetter Timing! Tickets fuer das Boot haben wir, also Regenjacke an und raus. Bald sitzen wir im vollen Boot mit anderen Touris und schippern Richtung Insel. Die Ueberfahrt dauert zweieinhalb Stunden. Ich habe miese Stimmung, da ich mich schon in einem Yungas-Regentag sehe. Die Ueberfahrt ist lange und es ist verdammt kalt. Endlich angekommen steige ich mit gefrorenen Fuessen aus und ueberleg mir schon wie ich hier schnellstens wieder verschwinden kann. Die ganze Tourischar geht zuersteinmal in ein Museum. Museum ist ein bisschen uebertrieben! Ein Raum mit ein paar vergilbten Fotos und gegenstaenden. Jedenfalls als wir wieder raus kommen sieht der Himmel freundlicher aus und es klart. So beschliessen wir, doch auf die Inselwanderung zu gehen. Ein guter Entscheid, da sich der Himmel komplett oeffnet und sich die Insel von seiner schoenen Seite praesentiert. Der Laengslauf ueber die Insel eroeffnet tolle Ausblick in die Buchten und auf den See. Um vier sitzten wieder im Boot und schippern zurueck nach Copacobana. Blauer Himmel und Tuerkisfarbenes Wasser runden das Bild ab. Von Inkaruinen haben wir nicht viel gesehen. Die paar Steine die da rumlagen waren wenig specktakulaer. Nach einem kritischen Start, beenden wir unseren Ausflug doch ganz Gluecklich und sind froh trotzdem gegangen zu sein.


Das ist sie natuerlich nicht.

Bucht mit ein paar Steimauern.
 
Der Pfad laengs ueber die Insel.
 


Traditionelles Titiboot.
 

Freitag, 4. Juni 2010

La Paz bis Copacabana

02. - 06.06.2010   4289km

Nach vier Tagen "La Paz". Mit Absturtz in die Yungas, ist es an der Zeit  weiter zuradeln. Wir verabreden uns mit Christian, von der "Casa de Ciclista".  Er wir uns begleiten, bis "El Alto" und somit aus der Stadt lotzen. Wir Fruehstuecken gemeinsam, in der "Casa de Ciclista" und brechen dann auf um die 400hm auf  10km zu packen. Wir geniessen die Auffahrt, da wir gutes Wetter haben und einen tollen Blick auf die Stadt. In "El Alto" verabschieden wir uns von Christian und radeln weiter durch die Vororte von "La Paz" bis sich das Altiplano wieder vor uns oeffnet. In leichten Wellen rollen wir ueber die Ebenen. Essen Mittags auf einer Wiese, bei einem Dorf und erreichen am Nachmittag die auslaeufer des Titikakasees. Die Ufer sind mit Schilf  bewachsen und ueberall  in den Uferzonen wir Landwirtschaft betrieben. Alles ist gruener und es hat auch wieder Baeume. In "Huatarina" treffen wir auf ein New Zealandisches und Deutsches Radelpaar. Sie fahren nach "La Paz". Fuer uns alle, heisst es fuer heute Schluss und wir gehen gemeinsam auf "Hostal" suche. Zum Nachtesse gibt es dann Titikakasee-Forellen. Am naechsten Morgen, verlassen wir als erste das Hostal. Kommen aber nicht weit. Denn nun ist es passiert!!!  Mein erster Platten. Mein erster Platten ueberhaupt, auf Fahrradreisen. Ein Nagel hat sich gemein in meinen "Schwalbe" gebohrt. Da nutzt auch der beste Pneu nichts. Ruckzuck, wird ausgebaut und geflickt. Unterdessen trudeln auch die anderen Radler ein und begutachten meine Arbeit. Kurze Zeit spaeter ist wieder alles in Ordnung und wir fahren alle weiter. Jeder in seine Richtungen. Wir rollen in Wellen am See entlang und machen immer wieder Fotostopps, da die Landschaft wirklich schoen und abwechseld ist. Am Mittag erreichen wir die Seeenge bei "San Pablo de Tiquina"  und nehmen gleich eine Faehre rueber auf die andere Seite. Drueben genehmigen wir uns gleich nochmals "Trutta con Aroz e Papas fritas". Danach gehts kontinuierlich rauf. Am Anfang noch mit super Blick auf den Titikakasee, mit verschneiten 6000der Bergen im Hintergrund. Spaeter nur noch vereizelt und immer weiter hinauf. Bald passieren wir wieder die 4000hm marke und freuen uns endlich die Spitze der Passstrasse zu sehen.  Eine rassante Abfahrt folgt bis sich der Blick auf Copacabana oeffnet. In einer Bucht liegt malerisch die Stadt. Nach einigen Fotoshalt sind wir in der Stadt und machen uns auf Hostal suche. Wir klappern einiges ab und steigen schlussendlich in einer 2sfr. Backpacker Absteige ab. Wir haben ein kleines Zimmer, aber das ganze ist gemuetlich und uns gefaellts.

Christian begleitet uns aus der Stadt "La Paz"



Endlich aus den Vororten, wirds wieder schoen.



Erster Blick auf den Titikakasee.

¿Qué pasa.... mein erster Platten...

Da hilft der beste Pneu nichts.!

Kartoffen liegen zum trocknen in der Sonne.

Feldarbeit.


Fantastischer Blick ueber den See.


"San Pablo de Tiquina"
Kommen am Hafen an und koennen gleich auf eine Faehre springen.

Hier gibts Forelle zum z"Mittag.



Die Seeenge vor Copacabana.

Uberall hat es Terrassen.

Der See ist auf ca.3700mum und wir fahren wieder einmal auf ueber 4000mum.


Wahnsinns Panorama, mit 6000+mum im Hintergrund! 


Blick auf Copacobana.




Hostal Andino in Copacabana.

Mein Freund der Loro.

Kathedrale


Vor der Kirche werden Autos gesegnet.



02.06.10 /     La Paz  – Huatarina /    87km /    06:05 /   14.3 /    662hm /    Hotel
03.06.10 /     Huatarina  –  Copacabana /    70km /    05:02 /    14.0 /    870hm /    Hotel
04.06.10 /     Copacabana /    Pause /     Besichtigen
05.06.10 /      Copacabana /   Pause /      Besichtigen
06.06.10 /      Copacabana /   Pause /      Besichtigen
 

Dienstag, 1. Juni 2010

Absturtz in die Yungas

30.05.2010

"Death Road, I survived the death road"
Ja so wird hier die Strasse in die Yungas vermarktet und viele Traveler buchen dann mit Helm, Ganzkoerperschutz und einem Leihrad eine Downhilltour von 4700m in ca. 80 km auf eine Hoehe von 1200m.  Dabei startet man im kargen, eisigen Klima und endet im tropischen Klima mit gruener Flora.
Die Strasse gilt als eine der gefaehrlichsten der Welt, da Diese teilweisse nur 3m breit ist und dann kerzengerade viele hundert Meter abbricht. ( natuerlich nicht asphaltiert).
Es gibt unterdessen eine neue Strasse, wo der Hauptverkehr rollt und die "Dead Road" wird vor allem von Radlern und Begleitfahrzeugen genutzt. Somit hat sich alles ein bisschen beruhigt. (Sicherer).
Die Touristen mit vollgefederten Raeder brettern natuerlich anders runter als wir mit unseren bockharten Dingern. Jedenfalls ist es ratsam die Kurven zu erwischen, denn sonst siehts eher schlecht aus fuer einen. Die Piste ist in den Hang gefresst und es geht wirklich senkrecht einige Kilometer im freien Fall herrunter. Es sind gute 3000hm die wir runterhoppeln.
Cristian von der Casa de Cyclista hat uns den Weg aufgezeichnet und uns ein bisschen eingewiessen. So starteten wir heute morgen rechtzeitig. Leider mussten wir mit Blick auf den Himmel feststellen, dass der Wettergott es wohl nicht gut mit uns meint. Da der Himmel mit schwarzen Wolken verdeckt war. Wer weiss, vielleicht macht es ja noch auf.
Um von 3650m in La Paz auf 4600m zu kommen haben wir uns von einem Pick Up mitnehmen lassen. Oben angekommen ging es auf die Raeder und natuerlich nach unten. Der erste Abschnitt war mit schlechtem Untergrund, aber wenig ausgesetzt. Doch schon bald waren wir in den Wolken und es wurde feucht, ja richtig nass. Zudem war die Sicht fast null und was wollen wir auf der Death road wenn wir nicht sehen wie tief es runter geht. Langsam machte sich Resignation breit, da auch meine Schuhe mittlerweile schon als Freibad herhalten koennten. Ich fragte mich das ist doch totaler Schwachsinn hier und spielte mit dem Gedanken den naechsten Pickup Richtung La Paz anzuhalten. Aber ne ne .. jetzt geht es nur noch runter, dann haben wir halt pech gehabt aber we did it.
Dann aber wurde die Piste wirklich atemberaubend und schmiegte sich ueber viele km an die Felswaende. Wenn hier die Bremsen versagen ist es aus. Auch wenn wir nicht soviel sehen konnten, so wurden wir nun doch etwas entschaedigt und wir nahmen es nun auch mit Humor. Nach 4,5 Stunden Abfahrt, verschlammte Raeder und einem braunen Streifen auf dem Ruecken erreichten wir die Endstation auf 1200m Meehreshoehe. Die Vegetation glich nun einem Urwald und es roch nach sehr dicker Luft. Unten haben wir dann die Raeder etwas abgewaschen. Nun ging es wieder zurueck nach La Paz ueber die Neue asphaltierte Strasse. Zurueck haben wir uns natuerlich wieder mitnehemen lassen, sonst kann man die ca. 240km an einem Tag nicht machen )
Um 19:00 waren wir dann wieder mit extrem unterkuehlten Fuessen in La Paz.


 In "La Chumbre". Ausgangspunkt unserer Tour.
Wir lassen die Touris stehen und bedanken uns, fuer den Ride ab.
 
Karge Landschaft auf 4600mum.

Werden auch gleich interessiert  beaeugt.

Wir kommen in den Dschungel.
 
Kreuze stehen stalier.
 
Da gehts senkrecht runter!!
 
Endlich verlassen wir den Nebel und sehen was.

Ok. Dass wollten wir nicht sehen.





30.05.2010 /     Yungas /    76km /   04:45 /   15.9 /     Tagesausflug